• Autor:Lot Vekemans
  • Regie:Tadeusz Galia
  • Premiere:12. April 2012
  • Bilder:Tadeusz Galia

  • Es spielen:Elena Schmid-Arras, Andreas Hüttner

Was bleibt von einer zerbrochenen Liebe? Muss man die Schuldfrage stellen, kann man die Vergangenheit aufarbeiten, vielleicht sogar sühnen? Wie geht es nach traumatischen Verlusten und dem Zusammenbruch des Alltags weiter? Darf man wieder glücklich sein? Fragen, denen sich die meisten von uns früher oder später einmal stellen müssen. In Lot Vekemans preisgekröntem Stück (Bestes niederländisches Stück 2010) begegnet sich ein Paar nach 10 Jahren Trennung nicht ganz freiwillig wieder und hat Gelegenheit, lange diesen Fragen nachzugehen. Es gibt Schuldzuweisungen, angestaute Wut bricht sich Bahn und doch ist am Ende eine Gemeinsamkeit möglich, gehen die Beiden miteinander versöhnt von der Bühne. Wohl, weil von der alten Liebe auch nach all den Jahren noch so viel geblieben ist. Den Weg aber zu ihrer Einigung müssen sie sich hart erarbeiten. Sie schenken sich nichts, kämpfen gegen- und umeinander, bevor sie die Vergangenheit hinter sich lassen, sich dem Augenblick und somit auch der Zukunft öffnen können. Ein modernes, stilles, vor allem menschliches Theaterstück, das ein breites Publikum anspricht. Ausgestattet mit der ganzen emotionalen Spannbreite einer Liebesbeziehung: Mit leisen wie kräftigen Tönen, Ungerechtigkeiten und Liebesbeweisen, aufrichtiger Hingabe und törichten Vorwürfen. Eben wie das Leben selbst - am Ende aber durchaus klüger, als wir es in der Realität oft sind.