• Autor:Andreas Hüttner
  • Regie:Tadeusz Galia, Meike Neumann
  • Premiere:10. April 2014
  • Bilder:Andreas Hüttner

  • Es spielen:Jutta Ziemke, Tadeusz Galia, Gina Tantow, Kristina Greif, Natalie Baron

Die pensionierte Lehrerin Gertraude ist einsam. Ihr Mann ist längst gestorben, der Sohn aus dem Haus. Sie fühlt sich allein und überflüssig. Nur mit ihrem Nachbarn, einem Polen, hat sie ab und Kontakt: Er repariert ihr den Toaster und hilft, wo er kann. Sie aber sieht in ihm nur den Handwerker aus dem Osten, der gut genug dafür ist, die Drecksarbeit zu machen. Eines Tages taucht die junge Betty auf, die vor ihrem Freund auf der Flucht ist. Gertraude nimmt sie bei sich auf und versucht ihr wieder auf die Beine zu helfen. Endlich hat sie eine Aufgabe und fühlt sich glücklich. Die Warnungen ihres Nachbarn schlägt sie in den Wind. Aber nach kurzer Zeit sind alle Zweifel wie weggeblasen, Betty gelingt es, die beiden in ihren Bann zu ziehen. Man liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab und unterstützt sie, wo man nur kann. Bettys Geburtstag wird groß gefeiert. Doch dann kommt es zum Eklat. Nichts ist mehr so, wie es vorher war. Streit und Missverständnisse, Vorwürfe und Gemeinheiten machen unter den dreien die Runde. Eine Katastrophe folgt der anderen, und es scheint so, als müssten Gertraude und ihr hilfsbereiter Nachbar wieder in ihr altes trostloses Leben zurückkehren. Als Appell für ein würdiges Leben im Alter stellt die Uraufführung des Polnischen Theaters viele drängende Fragen an unsere Zeit und kommt zu erstaunlichen Schlüssen. Erstmals seit seinem Bestehen präsentiert das Polnische Theater Kiel ein Stück, das in monatelanger Zusammenarbeit zwischen dem Autor Andreas Hüttner und den Schauspielern entwickelt worden ist. Die Rollen der Gertraude und des Kowalczyk wurden dabei den Akteuren Jutta Ziemke und Tadeusz Galia auf den Leib geschrieben. Unterstützt werden sie durch die Kieler Schauspielerin Gina Tantow.