• Autor:Jerzy Łukosz
  • Regie:Jutta Ziemke
  • Premiere:20. August 2015
  • Bilder:Jutta Ziemke

  • Mit:Tadeusz Galia

Der Erzähler und Held des Einakters kam im Zuge der Verhängung des Kriegsrechts in Polen als Flüchtling nach Deutschland. Er erhält aber kein Asyl, denn in der entscheidenden Verhandlung fällt ihm der Name des Generals nicht ein, der ihn verfolgt. Fortan lebt er illegal in der Bundesrepublik. In einer breitangelegten Rückschau berichtet er über die Geschichte seiner Erniedrigung und des Lebens am Rande der Wohlstandsgesellschaft. Nach zahlreichen Irrwegen kann er endlich in seiner trost losen Existenz einen Sinn ausfindig machen: Er wird Leichenverbrenner und erfüllt eine ungewöhnliche Mission, indem er für würdevolle Begräbnisse von seinesgleichen sorgt, der im Leben Gescheiterten und der Namenlosen. Im Tonfall heiterer Melancholie erzählt er von den Begräbnissen großer Kardinäle und illegaler Flüchtlinge. Am Ende des Stückes fasst der Totengräber den Entschluss, nach Warschau zurückzukehren, um im Grab des Unbekannten Soldaten einen Obdachlosen beizusetzen.

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